Reisebericht


Die Ausbildung

Sie war gut. Wirklich gut. Oft haben wir Flugschüler anderer Schulen oder offensichtliche Scheininhaber starten und landen sehen, und sie haben einen Fehler nach dem anderen gemacht. Kontrollblick vergessen, Bremsen nicht losgelassen, 'reingesetzt, gedrückt, vorm Landen nicht aufgerichtet usw. usw. usw. Irgendwie doch nicht schlecht, die deutsche Gründlichkeit. Solange der Fun stimmt.

Landung Drachen
Foto: © Mike Moritz
Keine Regel ohne Ausnahme. Oder anders gesagt: Üben mussten wir auch! Für die Drachenflieger war es immer etwas schwieriger. Während die "Glitschis" schon von oben starten durften, mußten die Drachen noch Starten und Landen üben.
Sabine:
"Der Drachen wird noch zusammengebaut,
der Glitschi schon von oben schaut!"
Das konnte so natürlich nicht im Raume stehenbleiben.
Jörg:
"Wenn der Glitschi nur noch trudelt,
der Drachen in der Thermik jubelt!"
Nun ja...

Immer wieder wurden kurze Besprechungen gemacht. Jeder(!) Flug von allen Schülern wurde einzeln bewertet. Viele waren schnell sehr gut.
Wolf:
"Super Gruppe. Wahnsinn! Schon am zweiten Tag bereit für Höhenflüge. Ihr habt echt Glück."
Wenn jedoch das Wetter nicht mitspielte, also zuviel Wind, zuwenig Wind, zuviel Thermik oder sonstige Anomalien herrschten, wird halt Theorie unterrichtet.
Insider von Michael:
"Beim Warten auf den Höhenflug vergreist."

Besprechung im Grünen
Foto: © Mike Moritz


Training Rotonda
Foto: © Mike Moritz
Nach dem "Straflager Penzberg" dachten wir, es könnte nicht mehr schlimmer kommen. Weit gefehlt, es kam der "Rotonda" im Piano Grande: "Flieger, wollt ihr ewig leben?". Wenn einem irgendwann der Schweiß beim Bergauflaufen von innen an die Brille tropft, dann hilft nur noch Gruppendynamik.
Sabine:
"Dreht der Wind zum Hang hin quer,
dann haben es die Drachen schwer.
Das schlägt ihnen furchtbar auf den Magen,
sie müssen das Zeug jetzt rübertragen."




© Peter Körner 1998, peterko@peterko.de

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